
Mit Beginn des Schuljahres
2007/08 wird am MPG vorwiegend in Doppelstunden unterrichtet.
Die
Ziele
Vorbereitung und Durchführung von Unterricht
sollen vereinfacht, gleichzeitig dessen Effizienz
gesteigert und Anforderungen an zeitgemäßen Unterricht erfüllt werden.
Die
Anlässe
Folgende Erfahrungen standen vor
dem Beginn der Einführung des Doppelstundenmodells:
-
Schülerinnen und Schüler (SuS)
müssen sehr oft den Raum wechseln, um zum Fachunterricht
und zurück in den Klassenraum zu gehen, häufig in 5 Minuten-Pausen.
Eine Klasse 10 z. B. wechselte 23 Mal pro Woche den
Raum, davon 13 Mal in 5 Minuten-Pausen.
-
Auch Lehrkräfte sind von häufigem Raumwechsel
betroffen. Weite Wege im Haupthaus, auch in 5
Minuten-Pausen, gehören zum Schulalltag. Mehr als
10 Raumwechsel pro Woche, davon die Hälfte in 5 Minuten-Pausen kommen vor.
Dazu kommen Fahrten zwischen Haupthaus und Haus D.
-
Die in Bildungsstandards und Kerncurricula
geforderten Anforderungen an Unterricht und an die Arbeitsweise von SuS
(offene Arbeitsformen, exemplarisches Arbeiten, Schülerorientierung,
individuelles, selbstständiges Lernen, Teamarbeit, u. A. m.) können in 45
Minuten-Stunden kaum ergebnisorientiert erfüllt werden.
Das
Modell
Am Vormittag gibt es
drei Doppelstunden-Blöcke, nämlich 1./2. , 3./4. und 5./6. Stunde. Während
eines Doppelstunden-Blocks gibt es keine Pause. Stattdessen werden die
großen Pausen um jeweils 5 Minuten verlängert. Für Fächer mit ungerader
Wochenstundenzahl bleibt die bisherige Einzelstundenstruktur des Nachmittags
erhalten.
Das Zeitraster
|
1.
Doppel-stunde |
Pause |
2.
Doppel-stunde |
Pause |
3.
Doppel-stunde |
Pause |
7.
Stunde |
Pause |
8. Stunde |
|
7.50 –
9.20
Uhr |
20
Minuten |
9.40 –
11.10
Uhr |
25
Minuten |
11.35 –
13.05
Uhr |
25
Minuten |
13.40 –
14.25
Uhr |
5
Minuten |
14.30 –
15.15
Uhr |
Die Vorteile
Keine stressigen 5 Minuten-Pausen mit Raumwechsel
für Lehrkräfte und SuS; mehr Ruhe am Vormittag, weniger Hektik für SuS und
Lehrkräfte; Zeit für schülerorientierte Unterrichtsformen, Rhythmisierung
von Unterricht möglich und nötig; SuS-Experimente und
Gruppenarbeit mit nachfolgender Auswertung möglich; Konzentration auf
wenige Fächer während des Vormittags und auch bei Hausaufgaben und
Unterrichtsvorbereitung (mehr Effektivität); weniger Zeitprobleme beim
Schreiben von Arbeiten; leichterer Schulranzen.
Die
Nachteile
Weniger Kontakte zwischen Klasse und Lehrkraft
pro Woche; in den Fremdsprachen größeres Vokabelpensum; weniger, aber
umfangreichere Hausaufgaben; Verteilung der Hausaufgaben über die Woche muss
von SuS organisiert werden; Gefahr der ineffizienten Nutzung von Lernzeit.
Die
Überprüfung
Nach einem knappen Schuljahr der
Erprobung wurde das Doppelstundenmodell im Mai 2008 mit unterschiedlichen
Erhebungsbögen für SuS, Eltern und Lehrkräfte evaluiert. Hier die
Ergebnisse:
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Letzte Änderung:
20.03.2010
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