[top.htm]

[left.htm]

Ganztagsschule

Wir öffnen Räume – für mehr!

Zum pädagogischen Konzept der offenen Ganztagsschule am Max-Planck-Gymnasium

Seit dem Schuljahr 2008/09 ist das MPG offene Ganztagsschule. Es reagiert damit auf die Schulstrukturreform und die Veränderungen in der niedersächsischen Schulpolitik und möchte die sich daraus ergebenen Chancen nutzen, indem neue Räume für die Schülerinnen und Schüler er- und geöffnet werden. Das pädagogische Konzept der offenen Ganztagsschule am MPG, das von einer Reihe von Lehrkräften gemeinsam verfasst und auf der Gesamtkonferenz am 17.12.2007 beschlossen wurde, trägt deshalb den Titel Wir öffnen Räume – für mehr! Dabei ist der Begriff „Räume“ nicht nur im wörtlichen, sondern auch im übertragenen Sinne gemeint, wie aus der folgenden Übersicht über die einzelnen Abschnitte des pädagogischen Konzepts deutlich wird:

 

1. Lebensräume

  9. Entfaltungsräume

2. Freiräume

10. Bewegungsräume

3. Zeiträume

11. Erfahrungsräume

4. Essensräume

12. Kreativräume

5. Pausen- und Ruheräume

13. Forschungsräume

6. Offene Räume

14. Virtuelle Räume

7. Klangräume

15. Welträume

8. Spielräume

     Fazit

 

Man erkennt sofort, dass sich z.B. die Begriffe Freiräume und Zeiträume nicht auf einen konkreten Raum beziehen, sondern etwas anderes meinen, die Begriffe Essensräume und Pausen- bzw. Ruheräume sehr wohl Räume des Gebäudes benennen. Im pädagogischen Konzept der offenen Ganztagsschule am MPG wird also beschrieben, welche Bildungs- und Freizeitangebote die Schule den Schülerinnen und Schülern bereits jetzt macht und wie in Zukunft das Bestehende qualitativ gesichert und erweitert werden soll. Ein paar der im pädagogischen Konzept genannten Räume sollen hier kurz aufgeführt werden, um einen kleinen Eindruck davon zu gewinnen, inwiefern einige der formulierten Ziele sich bereits in ihrer Umsetzung befinden. 

Zum Abschnitt Essensräume

Sowohl im Haupthaus als auch in der Außenstelle wird seit Schuljahresbeginn 2008/09 ein warmes Mittagessen angeboten, im Haupthaus und im Haus D an vier Tagen. Das bedeutet, dass Eltern sicher sein können, dass ihre Kinder ein gesundes Mittagessen in der Schule unter Aufsicht einnehmen können, wenn sie die Nachmittagsangebote der offenen Ganztagsschule nutzen möchten und unter Umständen mehr Zeit als bisher in der Schule verbringen.

Zum Abschnitt Zeiträume

Im pädagogischen Konzept heißt es hier:

„Die zusätzlichen Angebote in der Nachmittagszeit dienen auch berufstätigen Eltern, die ihre Kinder sinnvoll betreut und gut aufgehoben wissen. Über die notwendigen Maßnahmen zur Sicherstellung von Betreuungszeiten in Überbrückungsphasen werden Schüler, Lehrer und Eltern gemeinsam Wege finden.“

Die Schulleitung des MPG hat zu Beginn des Schuljahres an Eltern, Schülerinnen und Schüler einen Brief geschrieben, in dem um Unterstützung bei Aufsichten in der Mittagszeit gebeten wurde. Die Resonanz war ausgesprochen positiv: Viele Eltern und Schüler/innen höherer Jahrgänge haben sich bereit erklärt, Aufsichten zu übernehmen, sodass insbesondere im Haus D sichergestellt ist, dass Kinder beim Mittagessen und auch in Überbrückungszeiten zwischen Unterrichtsschluss und Beginn der Nachmittagsangebote in Spiel-, Ruhe- und Lernräumen beaufsichtigt werden können.

Zum Abschnitt Pausen- und Ruheräume

Im pädagogischen Konzept wird hier u. A. Folgendes ausgeführt:

„Daher sollen in der offenen Ganztagsschule Pausenräume mit Billardtischen, Kickerautomaten, Schachspielen u.a. ausgestattet werden. Die intensive Nutzung des Pausenhofes und der Grünflächen des MPG für Sport und Spiel an beiden Standorten soll besonders in Zusammenarbeit mit den Schülern noch weiter ausgebaut werden. [...]Zusätzlich ist die Ausstattung von Räumen, vorrangig zum Aufenthalt der Schüler während der Mittagspause, als Lernorte zur Stillarbeit (Erledigung von Hausaufgaben, Gelegenheit zur Lektüre) und zur Kommunikation sowie als Rückzugs- und Ruheräume zur Kontemplation erklärtes Ziel auf dem Weg zu einer veränderten Schulkultur.“

Zur Umsetzung dieser Ziele wird natürlich auch Geld benötigt, Geld, das in öffentlichen Kassen nicht immer im Überfluss vorhanden ist. Deshalb haben sich Schüler, Eltern Freundeskreis und Kollegium überlegt, selbst aktiv zu werden, um für ihre Schule eine Verbesserung der Situation zu erreichen. Bereits im Juli, kurz vor Schuljahresende, hat die Schülervertretung der Schule ein so genanntes „Band-Event“ im Kleinen Haus veranstaltet. Verschiedene Bands der Schule haben ein Konzert gegeben, dessen Erlös in die Ausgestaltung von Räumen für Schülerinnen und Schüler investiert werden soll.

Darüber hinaus hat der Förderverein der Schule, zusammen mit dem Schulelternrat beschlossen, einen „Maxe-Lauf“ zu veranstalten. Dieser findet am 16.09.08 statt und ist so organisiert, dass sich die Schülerinnen und Schüler „Sponsoren“ suchen, die ihnen einen bestimmten Betrag pro gelaufenem Kilometer zusichern. Der Erlös dieses Sponsorenlaufs soll für die Gestaltung der Pausen-, Arbeits- und Aufenthaltsräume und des Schulhofs verwendet werden.

Zum Aspekt Bewegungsräume

Das MPG als offene Ganztagsschule kann ein breites Nachmittagsangebot zurzeit nur mit Hilfe außerschulischer Kooperationspartner anbieten. Hier ist der Schule ein erweitertes AG-Angebot im Bereich Sport wichtig, um auch einen Beitrag zur Gesundheitsförderung der Schülerinnen und Schüler zu leisten. Es ist dem MPG gelungen, mit Übungsleitern Delmenhorster Sportvereine ein sportliches Angebot aufzustellen, das den Schülerinnen und Schülern im AG-Bereich zur Verfügung steht: Tischtennis, Fußball, Selbstverteidigung, Ballsportarten, Tanzen u.a.m. stehen auf dem Programm.  

Ausblick (aus dem Fazit des pädagogischen Konzepts)

Das pädagogische Konzept des MPG zur offenen Ganztagsschule hat ein klares Ziel vor Augen:

„Der Weg des Max-Planck-Gymnasiums von einer Halbtagsschule zu einem Ganztagsbetrieb ist – wie die Ausführungen erkennen lassen – bereits vollzogen.

Der Schritt zur offenen Ganztagsschule hat das Ziel, Bestehendes qualitativ zu sichern, vor allem aber weiterzuentwickeln, um

  • mehr Zeit für Schüler und deren Lehrkräfte zu gewinnen

  • die Individualisierung von Lernprozessen schulpraktisch zu stärken

  • die Schulkultur durch bestehende und neue Lernarrangements offener Angebote zu fördern und hierbei Selbstverantwortung, Selbstbewusstsein, Engagement und Kooperationsfähigkeit der Schüler ebenso herauszubilden wie das Verhältnis von Lehrkräften und Schülern (z.B. in der gemeinsamen Arbeit in den Arbeitsgemeinschaften) konsensual zu entwickeln

  • die Fördermöglichkeiten des MPG zukunftsgerecht zu stabilisieren und zu erweitern

  • als kultureller Ort die kulturelle Bildung der Schüler zu fördern und damit zugleich das kulturelle Leben der Stadt Delmenhorst zu bereichern.

  • einen gesellschaftspolitischen Beitrag zu leisten, indem das MPG Erziehungsberechtigten und deren Kindern ein ausgewogenes Angebot über den Pflichtunterricht hinaus eröffnet und die Schüler diesbezüglich adäquat betreut.“

Einige der Vorhaben sind bereits auf den Weg gebracht worden. Wie es weitergeht, wird das nächste Schuljahr zeigen. In den nächsten Schulnachrichten soll dann erneut eine Zwischenbilanz gezogen werden.

Jan Ziemann


zurück
 

Links:

Home

 

Maxe-Mittagessen

Bilanz Febr 2010

 

 

logo_neu.jpg (8971 Byte)

Letzte Änderung: 20.03.2010

 

 
Verantwortlich für die Web-Seiten: Reinhard Burmeister, StD