
Finnland/Lahti
Aufenthalt 12.10 – 19.10.07
Am Anfang war
die Überraschung: Wo um Gottes Willen sind die Menschen?! Nur Bäume, Seen
und Schnee, als wir ankamen, vielleicht alle 5km mal ein klitzekleines,
rotes oder gelbes Häuschen. Als wir die Schule gesehen haben, kam der
nächste Schreck: Gefängnis?! Von innen aber war sie dann doch schön,
abgesehen von den vielen Kameras zur Überwachung.
Wir
waren alle sehr aufgeregt und wurden nach dem Mittagessen in der Mensa und
nach einer Weile Warten von unseren Finnen herzlich empfangen.
Das Wochenende verbrachten wir
dann mit unseren Familien. Manche gingen ins Kino, fuhren nach Helsinki zum
Shoppen, trafen sich mit Freunden, besuchten die Familie ihrer Gastfamilie
oder machten andere Ausflüge.
Montagmorgen ging’s dann mit in die
Schule und wir wurden vom russisch klingenden Schulleiter mit Pralinen
begrüßt, die Finnen sind schon komisch… Zum Beispiel war der Tisch im
Lehrerzimmer früher einmal für Operationen genutzt worden, als die Schule
noch ein Lazarett war! Der Rest der Schule wurde uns auch gezeigt.
Während der nächsten Tage waren wir
zu Gast bei einer Art Abibelustigung von der Stufe unserer Gastschüler für
die Klasse unter ihnen, haben viel gelacht, aber auch lange an unserem
Familien-Projekt gearbeitet. Wir waren mit im Unterricht und konnten sogar
aus deren Deutschbuch lernen, dass wir Deutschen gerne Kuschelparties
veranstalten. Ach, wirklich??
Das Highlight am Mittwoch war eine
Fahrt auf dem wunderschönen großen See, der in Lahti anfängt und wir hatten
zum Glück mal sehr gutes Wetter! Dieser See gehört zur finnischen
Seenlandschaft.
Am Nachmittag oder Vorabend wurde
in den Familien gebacken und gekocht für den gemeinsamen Abend auch mit den
Eltern, die kommen wollten. Dort gab’s dann jede Menge typisch finnisches
leckeres Essen und wir haben unsere Projektarbeit vorgestellt.
Am nächsten Tag hatten wir eine
Führung in der größten Brauerei dort und erstaunlicherweise durften die uns
nichts über alkoholische Getränke erzählen, weil Alkohol ab 18 Jahren
erlaubt ist. Noch nicht einmal Merchandising durften wir kaufen wie z. B.
Pins mit dem Symbol eines Ciders!
Ein paar Stunden später in Helsinki
hatten wir eine Führung durch die Staatsoper und durften auch in die
Requisite, von den vielen Kleidern und Schuhen kann man nur träumen! Danach
haben wir eine Busrundfahrt mit einer Stadtführerin gemacht und hatten
leider nur sehr wenig Zeit zum Shoppen. Dort gab’s noch eine Überraschung:
Helsinki kam uns vor wie ein großes Bremen!
Am nächsten Morgen schon war die
Abfahrt zu einer furchtbar frühen Zeit und nur wenige wollten zurück nach
Deutschland. |