
"Maxe" hat Besuch aus Lublin
16.05.05
(HRS). Die gegenseitigen
Besuche haben Tradition. Seit über zehn Jahren findet der Austausch zwischen
dem Max-Planck-Gymnasium und dem Musikgymnasium Lublin statt. Auch Sarah
Connor nahm schon daran teil. Während die Delmenhorster jedes Jahr im
September gen Polen reisen, sind die Lubliner traditionell vor den
Sommerferien Gäste an der Delme. Am Montag reiste die aus 24 Schülerinnen
und zwei Schülern sowie zwei Lehrern bestehende polnische Reisegruppe an.
Neben einem Kulturprogramm steht die Musik im Mittelpunkt des Austausches.
Am morgigen Freitag geben die Gäste aus Lublin zusammen mit der Musikklasse
des zehnten Jahrganges der "Maxe" unter Leitung von Rainer Wittig um 17 Uhr
ein Konzert im Gemeindehaus der St.-Marien-Gemeinde.
Maxe begrüßt Lublin-Schüler
delmenhorst mik – Das
Max-Planck-Gymnasium begrüßt am heutigen Montag Schüler aus seiner
polnischen Partnerschule in Lublin. Die Schüler werden gemeinsam musizieren
und an einem vielfältigen Kulturprogramm teilnehmen. Heute findet von 16.30
bis 18.30 Uhr die erste gemeinsame Probe statt. Am Mittwoch sollen um 9 Uhr
im Rahmen der Aktion „Europäischer Frühling“ an der Hermann-Allmers-Schule
zwei Bäume gepflanzt werden. Zum Abschluss des Austausches laden die Schüler
zu einem Konzert am Freitag ab 19.30 Uhr ins Kleine Haus ein. Unter dem
Motto „Mitten in Europa“ erklingen Melodien von Bizet, Grieg und Strauß.
Sanddorn für
Schulgarten

khm/FOTO:
Tammo Ernst: Als Zeichen ihrer Verbundenheit
pflanzten gestern Schüler des Lubliner Musikgymnasiums und des
Max-Planck-Gymnasiums im Schulgarten der Hermann-Allmers-Schule zwei
Sanddornbüsche. Auf dem Areal der Grundschule ist in Zukunft die Dependance
des Max-Planck-Gymnasiums angesiedelt. Für das Gymnasium aus der polnischen
Partnerstadt griff Jan Michalec (vorn links) zum Sparten, für Delmenhorst
Tim Laube. Am Freitag gipfeln die gemeinsamen Aktivitäten der Schüler in
einem Konzert. Auf dem Programm im Kleinen Haus stehen dann musikalische
Werke von Georges Bizet, Edvard Grieg und Johann Strauß. Beginn ist um 19.30
Uhr.
Begeisterung für junge
Künstler
Schüler aus Lublin und Delmenhorst reisten
musikalisch durch Europa Europäisch ausgerichtet war ein international
besetztes Schülerkonzert im Kleinen Haus.
Zum Abschlusskonzert
ihrer einwöchigen musikalischen Zusammenarbeit luden am vergangenen Freitag
die Musikklasse der 10 e des Max-Planck-Gymnasiums sowie Schüler des
Lipinski-Musikgymnasiums aus Delmenhorsts Partnerstadt Lublin ins Kleine
Haus ein.
Als
zusätzliche Mitwirkende der anspruchsvollen musikalischen Europareise von
Norwegen bis nach Spanien hatten sich auch Schüler der
Hermann-Allmers-Orientierungsstufe auf der Orchesterbühne eingefunden. Unter
Leitung der Max-Planck-Musiklehrerin Maria Golomb
lieferte das mit Gitarren, Flöten, Bläsern, Streichern, Akkordeon,
Schlagzeug und Klavier wirkungsvoll besetzte Ensemble eine einfühlsam
aufeinander abgestimmte Leistung ab, die zu Recht Bewunderung und tosenden
Beifall beim Publikum auslöste.
Da sich Golomb
mit ihren Lubliner Kollegen Anna Kesy-Ulinska und Andrzej Kaplon bereits vor
mehreren Wochen über die Konzertinhalte abgestimmt hatte, konnten sich beide
Seiten zunächst getrennt auf die Kompositionen von Edvard Grieg, Frederic
Chopin, Johann Strauß, George Bizet und Enrique Granados vorbereiten.
Dennoch blieb den jungen Musikern nach der Ankunft der Lubliner Schüler am
vergangenen Montag lediglich eine Frist von vier Tagen, um sich intensiv und
konzentriert auf die gemeinsame Konzertreife vorzubereiten. Es spricht für
das Talent und den freundschaftlichen Zusammenhalt der Jugendlichen, dass
ihnen das mit Bravour gelang. Ob bei langsamen und schnellen Tänzen,
stimmungsvollen Naturbegegnungen oder lärmender Marschmusik: regelmäßig
fanden sie den passsenden Ton und stellten gekonnt auf die Stärken ihrer
seltenen Instrumentenkombination ab.
Nach der Ouvertüre
konzentrierte sich das Ensemble zunächst auf Griegs Peer-Gynt-Suite, um sich
später dem Johann-Strauß-Doppel (Vater und Sohn) mit dem Radetzky-Marsch und
dem Schöne-Blaue-Donau-Walzer widmen zu können. Ins Zentrum des Abends aber
rückte Bizets Oper Carmen, aus der der Chor der Straßenjungen, das
Zigeunerlied und der Auftritt der Torero hervorstachen.
Neben der
Orchesterleistung blieb genügend Raum, um kleineren Gruppen und
Solisten die Chance zur musikalischen
Selbstdarstellung zu geben. Dabei ragten die Lubliner Klaviersolistinnen
Karolina Woytowicz und Dominika Klimczak mit ihren Interpretationen von
Chopins Nocturen e-Moll und Granados´ Andalucia besonders hervor.
Ihre Kollegin
Karolina Szymanska sang sich mit ihrer Version von „From Sarah With Love“ in
die Herzen des Publikums, wohl wissend, dass Originalsängerin Sarah Connor
Ex-Maxe-Schülerin ist.
Bereits seit 1993
funktioniert der musikalische Austausch zwischen den beiden Gymnasien. So
war die Musikpädagogin Kesy-Ulinska bereits zum dritten Mal mit einer Gruppe
in Delmenhorst. „Unsere Schüler wurden in den Gastfamilien sehr herzlich
aufgenommen“, schwärmte sie. Obgleich eine Busreise von über 1000 Kilometern
zu absolvieren war, nahmen alle Lubliner diese Strapaze gern auf sich. „Ich
fühle mich hier inzwischen wie zu Hause“, unterstrich Kesy-Ulinska die Nähe
zu den Gastgebern. So gab es auch am vergangenen Sonnabend langanhaltende
Abschiedsszenen, bevor sich die polnischen Gäste mit ihrem Bus auf die
19-stündige Heimreise machen konnten. |