
am 25. Februar
2004
Maxisten
auf Pionierfahrt über den großen Teich
AUSTAUSCH:
Zwölf Schülerinnen fahren im März nach Toledo
(jef) Das
Max-Planck-Gymnasium startet zweites Austauschprogramm mit den USA.
Mehrere Großstädte sollen in den 16 Tagen besucht werden.
Die am Eriesee gelegene Hafenstadt
Toledo wird vom 12. bis zum 28. März von zwölf Schülerinnen des
Max-Planck-Gymnasiums besucht werden. Die Bowsher High School ist neben der
Cholla High School in Tucson (Arizona), das bereits zweimal Ziel von
Maxe-Schülern war, die zweite Partnerschule des Gymnasiums in den
Vereinigten Staaten.
Der Austausch ist durch die
Unterstützung des SCI-Nord (Sister Cities International) zustande gekommen.
Dieser Verein hat sich mit der Toledo-SCI zusammengetan, um den Schulen im
jeweiligen Einzugsgebiet ein Austauschprogramm ermöglichen zu können. Heinz
Grothenn, Repräsentant der SCI-Nord, hat deshalb seit November 2002 mehrfach
Toledo besucht.
Dass es sich bei den zwölf Reisenden
ausschließlich um Mädchen handle, sei Zufall, so der Initiator des
Austausches Ulrich Rücker. Vielleicht habe es etwas damit zu tun, dass
Mädchen in diesem Alter abenteuerlustiger seien als Jungen. Die
Maxe-Schülerinnen, von denen nur zwei zuvor einmal in den USA gewesen sind,
erwartet ein umfangreiches Programm. Neben dem Unterricht an der Bowsher
High School stehen Ausflüge nach Cleveland, Detroit und Chicago auf dem
vollen Reiseplan. Durch E-Mail-Kontakt wurden schon erste freundschaftliche
Kontakte zu den Austauschpartnern und -partnerinnen geschlossen. Doch Tucson
und Toledo sollen nicht die einzigen Ziele des Max-Planck-Gymnasiums in den
USA bleiben. So stehe man in Kontakt mit einer Schule und Universität an der
Ostküste, wie Englischlehrer Ulrich Rücker berichtet, damit man allen
interessierten Schülern einem USA-Austausch ermöglichen könne. Bisher sei
dies aufgrund des hohen Interesses der Maxe-Schüler nicht möglich gewesen.
Austauschseite
am 08. März
2004
Mit Bechern und Plakaten
in die Staaten
Bürgermeisterin
verabschiedet Schülerinnen nach Toledo/USA
hem – „Packt euch
warme Klamotten ein, damit ihr euch nicht erkältet.“ Mit diesen Worten hat
Bürgermeisterin Anke von Wittke-Grothenn gestern zwölf Schülerinnen des
Max-Planck-Gymnasiums im Rathaus offiziell verabschiedet. Sie fliegen am
Freitagmorgen für 17 Tage zum Schüleraustausch nach Toledo (Ohio) an den
Eriesee. Die Bürgermeisterin überreichte den Schülerinnen Becher mit
Stadtlogo und das aktuelle Stadtplakat als Geschenke für die Gastfamilien.
Die Reise sei der
„erste Schritt zu einer langen Schulpartnerschaft“, wie Ulrich Rücker sagte.
Der Initiator freut sich schon auf den Sommer. Dann erwartet das
Max-Planck-Gymnasium den ersten Gegenbesuch von Schülern der Bowsher High
School Toledo.
Erste E-Mails
Liebe Frau
Fitsch-Saucke,
Nach einem
ruhigen aber langen Flug sind wir in Detroit gelandet und
von den Gasteltern und den Partnerschuelern sehr herzlich empfangen
worden.
Inzwischen sind wir von der Schulleiterin begruesst worden und haben
die ersten beiden Schultage gut "ueberstanden". Alle Eltern und
Schueler sind sehr nett, hilfsbereit und herzlich. Wir haben mit Mr.
Dodge ein Programm erstellt und planen am Wochenende einen Ausflug zu
den Niagarafaellen. Wir wollen ueber Kanada einreisen, was jedoch
nicht einfach ist. Jetzt sind aber alle Probleme beseitigt. Heute hat
es 10 cm Schnee gegeben und einige Schulen in der Umgebung wurden
geschlossen. Nach unserem Ausflug an die Niagarafaelle (2 Tage)
und dem sich anschliessenden Ausflug nach
Cleaveland melden wir uns wieder. Dann vielleicht
auch mit ein paar Bildern. - Bis dahin heisst es: No
news is good news!
Gruesse an alle
Kollegen und Eltern und ebenso an Frau Kathe und Frau
Dahnken.
Mit freundlichen
Gruessen, Rue
Austauschseite
Lieber Herr
Rücker,
Ihnen, den
Schülerinnen unserer Schule, den Schüler/innen und Gasteltern der
Partnerschule sowie Mr. Dodge möchte ich meine herzlichen Grüße ausrichten,
die Sie bitte auch an Ihre Frau und die Schulleiterin weitergeben.
Ich freue mich,
dass es Ihnen allen gut geht und wünsche allen weiterhin einen interessanten
Aufenthalt.
Mit freundlichem
Gruß C. Fitsch-Saucke
Austauschseite
am 08. April
2004 (Was
Läuft - JUKS-Redaktion), von
Vanessa Erdmann
„Alles ist größer“
Neun Stunden Flug, 14 Tage USA:
Zwölf Maxe-Schülerinnen der 10. Klassen waren die
ersten Delmenhorster Austauschschüler in Toledo.
Mittlerweile sind viele Freundschaften entstanden.
Unser
erster Eindruck lässt sich ganz einfach in drei
Worten zusammenfassen: Alles ist größer. Im März
machen wir, zwölf Schülerinnen der Maxe samt Lehrer,
uns auf, den Nordosten der USA zu erobern. Das Ziel
heißt Toledo, Ohio. Zwei Wochen wollen wir nun bei unseren
Gastfamilien leben, mit unseren Austauschpartnern die High School
besuchen und das Leben, das sich irgendwie gar nicht
und doch vollkommen von dem Unseren unterscheidet,
kennen lernen. Somit ist das Max-Planck-Gymnasium die
erste Delmenhorster Schule, der ein Austausch mit
einer High School in Toledo gelingt.
Nach
einem anstrengenden Neun-Stunden-Flug von Bremen via Frankfurt nach
Detroit treffen wir erstmals auf unsere zukünftigen Familien auf
Zeit. Nachdem die ersten Hemmschwellen überwunden
sind, verbringen wir das erste Wochenende getrennt
voneinander bei unseren Gasteltern. Am Montag schließlich ist unser
erster Tag an der Bowsher High School, wobei die Schultage etwa die
gleiche Länge haben wie in Deutschland. Trotzdem ist
das Schulsystem anders als bei uns, beispielsweise
besteht jeder Tag aus vier Doppelstunden. Jeder Schüler
belegt insgesamt acht Fächer, sodass sich die Fächer jeden zweiten
Tag wiederholen.
Neben dem Schulbesuch stehen auch einige
Ausflüge und Pflichttermine auf dem Programm. Das
absolute
Highlight sind unangefochten die Niagara Fälle, zu denen
unsere Gruppe am ersten Wochenende aufbricht. Aufgrund der großen
Entfernung übernachten wir in einem Hotel auf der
kanadischen Seite direkt an den zweitgrößten
Wasserfällen der Welt. Alle sind sich einig, dass der Blick auf
die tobenden Wassermassen das Spektakulärste während des gesamten
Austausches ist.
Einen Tag nach unserer Rückkehr aus
Kanada geht es weiter nach Cleveland. Dort besuchen
wir zusammen mit den amerikanischen Austauschschülern die weltberühmte
Rock'n'Roll Hall Of Fame. Dort können
legendäre Bühnenoutfits, alte Plattencover von
Megastars wie Jimi Hendrix,
Madonna
und den Beatles sowie die Geschichte der Rockmusik
bestaunt werden. Neben einem Besuch im bekannten Art
Museum von Toledo, wo unter anderem Werke van Goghs ausgestellt sind, wird
auch dem bekannten Toledo Zoo ein Besuch abgestattet.
Wegen der Temperaturen, die während unseres
Aufenthaltes teilweise unter dem Gefrierpunkt liegen, sind die
meisten Tiere jedoch nicht in ihren Außengehegen anzutreffen.
Ein
beeindruckendes Erlebnis ist auch unser Treffen mit dem Bürgermeister von
Toledo, Jack Ford (im Bild
mit Vanessa Erdmann).
Im Rathaus wird jedem von uns eine Urkunde überreicht, die
uns als Ehrenbürger der Stadt Toledo ausweist.
Neben einer Führung durch die Redaktion
des Blade, der Tageszeitung in Toledo, verbringen
wir einen angenehmen Nachmittag im COSI, einer Einrichtung, die dem
Universum in Bremen ähnelt. Höhepunkt ist hier die Fahrt mit dem
Fahrrad über ein sechs Meter hohes Seil. Den letzten
Abend verbringen wir und die Amerikaner beim Bowling, wobei die
Stimmung durch den bevorstehenden Abschied merklich getrübt ist.
Und am nächsten Tag heißt es Abschied
nehmen. In zwei Wochen, die sehr kurz erscheinen,
haben wir viel Neues gesehen, erlebt und ausprobiert. Es haben sich
Freundschaften gebildet, die mittlerweile in
Mail-Freundschaften umgeschlagen sind. Und wir können
es kaum erwarten, bis „unsere“ Amerikaner Anfang Juni zu
ihrem Gegenbesuch eintreffen.
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