
am 6.
September
2005 -
Von Ralf Freitag,
z.Zt. Toledo
Maxe-Schüler in Toledo zu Ehrenbürgern ernannt
Auch Delegation von
Nord SCI als Gäste in der amerikanischen Stadt
Städtepartnerschaft zwischen Toledo und Delmenhorst erhält neue, persönliche
Note.
15 Schülerinnen und Schüler des Max-Planck-Gymnasiums Delmenhorst sind gestern
vom Stadtrat von Toledo zu Ehrenbürgern der Stadt am Eriesee ernannt worden. Zu
den Geehrten gehören auch die Delmenhorster CDU-Ratsmitglieder Dorothea
Stelljes-Zuchalski, Uwe Zuchalski, sowie Bürgermeisterin Anke Grothenn, Heinz
Grothenn, Vorsitzender des Sister Cities Kommittes und Ralf Freitag,
Chefredakteur des Delmenhorster Kreisblattes.
Während der feierlichen
Zeremonie lobten der Präsident des Stadtrates von Toledo City, Louis Escobar,
sowie Bürgermeister Jack Ford die Intensität der seit drei Jahren bestehenden
Städtepartnerschaft zwischen Delmenhorst und Toledo. „Die gegenseitigen Besuche
von Delegationen sowie der Austausch von Schülern tragen dazu bei, das
gegenseitige Verstehen und Respektieren der Kulturen und Einwohner zu
intensivieren“. Der aus 14 Mitgliedern bestehende Stadtrat von Toledo beschloss
einstimmig, die Beziehungen weiter auszubauen und zu unterstützen.
Die 17 Schülerinnen und
Schüler des Max-Planck-Gymnasiums besuchen seit Freitag vergangener Woche die
Bowsher High School. Schüler dieser Schule waren im Sommer als Gäste in
Delmenhorst. Zum weiteren Programm der Delmenhorster gehört heute ein Empfang
bei der German-American Festival-Society, ein Besuch in Chicago sowie
Besichtigungen des Henry-Ford-Museums und der Niagara-Fälle.
Parallel zu den Schülern
des Max-Planck-Gymnasiums weilt derzeit eine Delegation von Nord SCI in Toledo.
Die Gespräche von Bürgermeisterin Anke von Wittke Grothenn, dem Nord
SCI-Vorsitzenden Heinz Grothenn, den Ratsmitgliedern Dorothea und Uwe Zuchalski
und dk-Chefredakteur Ralf Freitag dienen in erster Linie der Intensivierung des
gegenseitigen Informationsaustausches. So standen neben Gesprächen mit Jack Ford
sowie Ratsmitgliedern bisher auch Besuche bei Toledos einziger Tageszeitung, „The
Blade“ auf dem Programm.
Im Gepäck hat die
Delegation auch Zeichnungen von Schülern der Kunstkurse der jüdischen Gemeinde
Delmenhorst, die in der jüdischen Gemeinde Toledos ausgestellt werden sollen.
Freude auf das Wiedersehen
Max-Planck-Schüler zum Schüleraustausch an der Bowsher High School
Von
Nadine Hansch
Einige
von uns freuten sich auf ein Wiedersehen, andere wollten neue Freunde gewinnen –
doch wir hatten eines gemeinsam: Abenteuerlust. Wir, sechs Jungen und elf
Mädchen der Klasse 10e brachen mit unserem Englischlehrer, Herrn Rücker und
seiner Frau am 30. September auf, um 17 Tage lang die „Neue Welt“ zu erobern.
Mit Erleichterung
freuten wir uns nach neunstündigem Flug über ein herzliches Willkommen der
Bowsher High School Schüler am Flughafen. Nun waren wir mittendrin in der
„Entdeckungsreise“, auf den Spuren amerikanischer Kultur und dem Alltag auf der
anderen Seite der Erdkugel.
Schon bald erkannten wir, dass die Unterschiede doch nicht so groß waren!
Bereits am zweiten Tag begann ein Nervenkitzel der besonderen Art. Im größten
Vergnügungspark Ohios, dem „Cedar Point“ haben wir und unsere amerikanischen
Partner keine der vielen Achterbahnen ausgelassen.
Bald darauf begann unsere „amerikanische Schulzeit“ an der Bowsher High School,
deren Direktor uns freundlich begrüßte und uns am Schluss unseres Aufenthaltes
mit T-Shirts von der Schule verabschiedete.
Neben dem
Schulalltag lernten wir zunächst einige der Sehenswürdigkeiten Toledos kennen:
das COSI, die Antwort Toledos auf das Bremer Universum, das in ganz Amerika
berühmte Kunstmuseum und den Zoo.
Unsere Gruppe wurde
im Stadtrat empfangen und wir erhielten eine Ehrenbürger-Urkunde. Da es eine
große Gruppe von Amerikanern mit deutschen Vorfahren gibt, wollte diese Gruppe (German-American-Festival-Society)
uns ebenfalls begrüßen und bewirten.
Bei jedem Empfang
und jeder Begegnung hat einer von uns eine Rede – natürlich auf Englisch -
gehalten und sich bei den amerikanischen Gastgebern bedankt.
Eines der
herausragenden Erlebnisse war die fünfstündige Fahrt nach Chicago mit
Übernachtung und die wunderschöne Aussicht vom John Hancock Center auf die
nächtliche Stadt.
Während eines
Tagesausflugs zum Henry Ford Museum bekamen wir einen Überblick über die
Entwicklung des amerikanischen Alltags und die technischen Errungenschaften.
Greenfield Village, ein angeschlossenes Freilichtmuseum, zeigte uns über
einhundert historische Häuser aus allen Teilen der USA – z.B. das Laboratorium
von Edison oder die Fahrradwerkstadt der Gebrüder Wright – und ist ein Ort
„lebendiger Geschichte“.
Neben Chicago
bildeten die Niagarafälle auf der kanadischen Seite das zweite „Highlight“. Dort
verbrachten wir die letzten beiden Tage. Die Wasserfälle sind atemberaubend und
als wir mit dem Boot, der „Maid of the Mist“ ganz dicht an die Fälle fuhren,
kamen wir aus dem Staunen gar nicht mehr heraus.
Das gemeinsame
Abschiedsessen und der folgenden Bowlingabend machten uns den Abschied
allerdings sehr schwer.
Die 16 Tage in
Amerika erscheinen uns jetzt als viel zu kurz und wir wären gerne noch
geblieben. Es war eine Chance, das Leben und den Alltag mitzuerleben, denn in
keinem Urlaub ist man so nahe am Alltagsleben dabei wie bei einem Austausch.
Außerdem konnten wir unsere Englischkenntnisse nirgendwo besser praktisch
ausprobieren. Auch wenn es nicht immer ganz so einfach ist, offen und mutig zu
sein, um zweieinhalb Wochen in einer fremden Familie zu leben, ist es ein
Erlebnis, welches wir nicht missen möchten. Es hat sich mehr als gelohnt. Nun
freuen wir uns auf ein Wiedersehen im Juni 2006, wenn einige unserer
amerikanischen Freunde nach Deutschland kommen.
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