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Toledo-Austausch 2006

Amerika ist wunderbar

Ein Erlebnisbericht von Sabrina Dunst (Klasse 11e)

Ein weiteres Mal fand ein Austausch zwischen dem Max-Planck-Gymnasium und der Bowsher High School in Toledo, Ohio, statt. Vierzehn Schülerinnen und Schüler aus dem Jahrgang 11 machten sich mit dem Englischlehrer, Herrn Rücker, auf den Weg, den Nordosten der USA zu erkunden.

Nach zwei Wochen Aufenthalt mit viel Spaß, tollen Erlebnissen und Begegnungen mit netten Menschen, kehrten wir begeistert und voller Fernweh zurück.

Ende September 2006 traten wir unseren Flug in die USA an. Neun Stunden Flug von Bremen über Amsterdam nach Detroit – wo unsere „Familien auf Zeit“ schon warteten - mussten wir hinter uns bringen. Alle waren aufgeregt und voller Vorfreude. Da viele Amerikaner schon im Juni bei uns in Deutschland waren, fiel die Begrüßung sehr herzlich aus.

Um die dennoch vorhandene erste „Fremdheit“ und „Spannung“ zu lösen verbrachten wir zusammen mit unseren amerikanischen Partnern den Sonntag im Freizeitpark „Cedar Point“ in den schnellsten und größten Achterbahnen Ohios.

Am nächsten Tag besuchten wir den Zoo in Toledo, ein Ausflug, der allerdings wortwörtlich „ins Wasser“ fiel, so dass wir die meiste Zeit in den Tierhäusern und im Cafe verbrachten, wo es warm und trocken war.

Die Teilnahme am Unterricht in der Bowsher High School gehörte natürlich zu unserem „amerikanischen Alltag“. Wir hatten Glück, denn diese Woche war „Homecoming Week“. Die Schüler konnten sich zum Motto dieses Jahres „One Moment in Time“ anziehen; an einem Tag trugen sie Kleidung aus den 50ern, an einem anderen Kleidung aus den 80ern. Am Freitag war die Schule geschmückt und nachmittags stand die „Homecoming Parade“  auf dem Programm. Dieser Umzug durch die nähere Umgebung der Schule war wie ein  Karnevalsumzug organisiert und stärkte die Identifizierung der Schülerinnen und Schüler mit ihrer Schule. Danach, am Abend, gab es ein „American Football“ Spiel, welches Bowsher allerdings haushoch verlor.

Am Wochenende hieß es: Chicago, wir kommen! Eine längere Bootstour, bei der wir die Skyline bei Nacht sahen, und der Ausblick vom John Hancock Center aus dem 94. Stock waren die Höhepunkte dieser Ausflugsfahrt.

Die zweite Schulwoche war weniger farbenfroh: die Schüler mussten die neu eingeführte Uniform (Poloshirt und beige oder schwarze Hose) tragen.

„Sicherheit“ wird an der Bowsher High School ganz groß geschrieben. Sicherheitsbeamte patrouillierten auf den Gängen, es gibt eine Video-Überwachung und ein Polizeibeamter hat sein Büro in der Schule; sein Wagen parkt vor dem Eingang und jeder Vorbeikommende kann sehen, dass die Schule bewacht wird. Es war auch verboten, während der Unterrichtszeit einen Rucksack oder eine Jacke zu tragen, diese mussten im Schrank gelassen werden. Wir Deutschen hatten allerdings eine Ausnahmeregelung.

Die Routine des Schulalltags wurde für uns mit Museumsbesuchen (Toledo Museum of Art, dem Henry Ford Museum und „Greenfield Village“, ein „Freilichtmuseum“ in dem Häuser berühmter Amerikaner aufgebaut sind) unterbrochen.

Am Dienstag, den 3. Oktober, waren wir zu einer Stadtratssitzung eingeladen, bei der jeder von uns eine Urkunde bekam, die uns zu Ehrenbürgern Toledos erklärte.

Die freien Nachmittage und Abende verbrachten wir meistens zusammen mit unseren amerikanischen Partnern beim Bowlen und Shoppen oder einfach nur beim „ums Feuer sitzen“ und plaudern.

Das letzte Wochenende verbrachten wir an den Niagara Fällen bei leider ziemlich schlechtem Wetter. Eine Bootstour, die uns bis unmittelbar an die Fälle heran führte, und ein Spaziergang bis zur Kante der Fälle, an der das Wasser 50 Meter herabstürzte, war der Höhepunkt unseres Aufenthaltes in Kanada. Die restliche Zeit hatten wir Freizeit zum Schoppen, oder wir konnten die Niagara Fälle bei Nacht zu sehen; die Fälle werden nachts mit verschiedenen- farbigen Scheinwerfern beleuchtet.      

Am letzten Tag hatten die Amerikaner eine Abschlussparty für uns vorbereitet. Es gab Essen und Trinken, kleine Andenken von der Bowsher High School, z.B. ein T-Shirt auf dem wir alle Amerikaner unterschrieben ließen, es wurden viele Fotos gemacht und viel geredet und gelacht. Anschließend wurden wir von unseren Gasteltern zum Flughafen gebracht, wo wir uns mit vielen Umarmungen und Tränen voneinander verabschiedeten. Doch dieser Austausch soll nicht der letzte Kontakt mit unseren amerikanischen Partnern gewesen sein und der intensive E-Mail-Kontakt besteht weiter. Alle hoffen auf ein Wiedersehen in den nächsten Jahren. Vielleicht fliegen einige von uns auch „privat“ nach Toledo; viele Gasteltern haben ihre deutschen „Gastkinder“ eingeladen!

Was auch immer die Zukunft bringt, wir hatten eine erlebnisreiche Zeit – und die vielen Fotos und das Tagebuch, in dem jeder einen Tag unseres Austauschs beschrieb, helfen uns, die schönen Erinnerungen lebendig zu erhalten.

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Letzte Änderung: 22.03.2010

 

 
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