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Delmenhorster Kurier, Ausgabe vom 14. Oktober 2005
Schüler lernten Alltag auf amerikanischem Uni-Campus kennen Delmenhorster Max-Planck-Gymnasium und Ökumenisches Gymnasium Bremen wollen Schnupperwochen in Maryland fortsetzen Von unserer Mitarbeiterin Ute Winsemann
Die Oberstufenschüler wohnten, wie in Amerika üblich, auf dem Campus. Vormittags nahmen sie an Kursen teil, in denen die regulären Studenten versäumten Semester-Stoff nachholten. Die Nachmittage waren intensivem Sprachunterricht vorbehalten. Dabei konnten die Teilnehmer aufgrund früherer Stippvisiten an den Universitäten Bremen und Oldenburg erhebliche Unterschiede zum deutschen System feststellen. In den kleineren Lerngruppen der US-Uni gehe es „eher wie in einer deutschen Schulklasse" zu, meinte etwa die Delmenhorsterin Marina Coldewey. Die Dozenten erzählten weniger von vorn, stattdessen arbeiteten die Studenten in Gruppen. Neben dem Leben auf dem Campus lern- ten die Schüler auch den Alltag außerhalb der Universität kennen. Für jeweils eine Woche wohnten sie bei Gastfamilien. Jenseits des Alltags unternahmen sie außerdem mehrere Ausflüge, unter anderem nach New York und Washington, DC. Den Kontakt nach Towson hatte die Delmenhorster Lehrerin Rita Kurth hergestellt. Vor dem Schuldienst war sie an der Universität Oldenburg unter anderem für deren Partnerschaft mit der amerikanischen Hoch- schule zuständig gewesen. Die beiden deutschen Schulen kooperieren ohnehin seit längerem bei Sonderaktionen, etwa auch einem Austausch mit Malta. Einhelliges Fazit von Rita Kurth, ihrer Bremer Kollegin Monika Sanson und den Schülern: Das Programm war ein Erfolg und soll auf jeden Fall fortgesetzt werden. Das sehen die Gastgeber ebenso. Für nächstes Jahr bieten sie noch zehn Plätze mehr an.
Maxe-ÖG-TU-Program 2005
Ein Kennenlern-Barbecue
am ÖG ermöglichte uns bei herrlichem Wetter und einem tollen Buffet eine erste
Kontaktaufnahme mit „den Bremern“. Dann endlich am 01.Juli war es soweit. Wir standen am Bremer Flughafen und waren in Erwartung der 17-stündigen Reise und des amerikanischen Immigration-Officers wohl alle ein bisschen aufgeregt. Doch die Strapazen und Aufregungen der Reise waren schnell vergessen, als wir an der Towson-University um 4 Uhr morgens deutscher Zeit mit Pizza herzlich empfangen wurden. Dabei lernten wir zum ersten Mal Arlene Prince kennen, die auf amerikanischer Seite unseren Aufenthalt koordiniert hat und stets für alle unsere Fragen ein offenes Ohr hatte. In den ersten zwei Wochen unseres Aufenthaltes wohnten wir mit anderen Studenten auf dem Campus der Towson-University, nahmen vormittags an den Vorlesungen des Sommersemesters teil und genossen nachmittags intensiven Englisch-Sprachunterricht. Die Unterbringung in den Studenten-Appartements der Universität ermöglichte uns eine größere Eigenständigkeit als bei anderen Austauschprogrammen üblich und stellte die Herausforderung, in einem fremden Land zumindest teilweise für sich selbst sorgen zu müssen. Neben den Veranstaltungen der Universität gab es ein umfangreiches Rahmenprogramm und so konnten wir z.B. zu Beginn unseres Aufenthaltes die Feiern anlässlich des Independence Day erleben. Ein Höhepunkt war wohl für uns alle der Ausflug nach Washington D.C., der natürlich mit Besichtigungen des Capitols, des Weißen Hauses sowie verschiedener Memorials und Museen verbunden war. Der Trip nach New York war trotz regnerischen Wetters mindestens genauso interessant und bot uns die Möglichkeit, z.B. Ground Zero, China Town und den Central Park zu sehen. Die letzte Woche waren wir jeweils zu zweit bei Gastfamilien untergebracht, die uns alle sehr freundlich und offen aufnahmen und uns einen Einblick in den „American Way of Life“ ermöglichten.
Im Oktober konnten wir
während eines Nachtreffens auf drei schöne und ereignisreiche Wochen
zurückblicken, die uns allen in Erinnerung bleiben werden.
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