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Delmenhorster Kreisblatt, Ausgabe vom Donnerstag, 25. November 2004

Geschichte europäischer Straßen erforschen

INTERNATIONALES SCHULPROJEKT Gäste aus fünf Ländern im Max-Planck-Gymnasium

Schüler des Max-Planck-Gymnasiums haben bis Sonntag Schüler aus Frankreich, Finnland, Italien, Polen und Ungarn im Rahmen des Forschungsprojektes "Comets" zu Gast.

khm -- Offiziell wird in erster Linie auf Englisch kommuniziert. Mit den ungarischen Schülern aber am liebsten auf Deutsch, mit Franzosen und Italienern auch in deren Muttersprache. Bei Polen und Finnen hat allerdings Englisch erste Priorität. Wie in den Gremien der Europäischen Union (EU), die das internationale Kultur- und Schulprojekt "Communicating Through European Streets" (Comets) im Rahmen des Partnerschaftsprogramms "Comenius" teilfinanzieren, herrscht seit Montag internationale Atmosphäre im Max-Planck-Gymnasium.

Geforscht wird nach der Bedeutung von Straßennamen in den beteiligten Heimatstädten der Schüler, was die gemeinsamen europäischen Bezüge in puncto Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von Bialystok, Delmenhorst, Helsinki. Marignane, Miskolc und San Miniato angeht.

Von Delmenhorster Seite ist die Bilingual-Klasse 9e und die Comenius-AG von Markus Schulenkorf und Catarina Ruggiero beteiligt. Mit ihren gleichaltrigen Gästen aus den fünf Partnerschulen Lycée Maurice Genevoix (Marignane), I.T.S. "Carlo Cattaneo" (San Miniato), Lauttasaarenyhteiskoulu (Helsinki), Zespol Szkol Oginokstalcacych Nr. 10 (Bialystok) und Lévay Jósef Református Gimnázium és Diákotthon (Miskolc) präsentierten sie gestern erste Ergebnisse ihrer Forschungen. Nach weiterer gemeinsamer Arbeit in Delmenhorst werden mit Power Point Präsentationen gezeigt. Insgesamt sind 30 Schüler zu Gast, die einzelnen Delegationen werden von jeweils zwei bis drei Lehrern begleitet.

Die grundlegende Idee des Projekts besteht darin, anhand der Erforschung von Straßennamen historische und kulturelle Gemeinsamkeiten zu entdecken, mit dem Ziel, die geschichtliche Entwicklung Europas an praktischen Beispielen nachvollziehen zu können. Andererseits soll aber auch Raum für regional unterschiedliche Aspekte bleiben.

Das direkte Gespräch unter den Schülern der sechs beteiligten Schulen wird durch einzelne Projekttreffen in den einzelnen Städten gefördert. Zwischenzeitlich läuft die Kommunikation über regen Email-Austausch.

In Delmenhorst werden beispielsweise bereits erarbeiteten Geschichten, Spiel­szenen und Filme über Straßen gezeigt. Zum Abschluss des Treffens werden die Delmenhorster ihre Gäste dann zum Jazzfest begleiten.

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Verantwortlich für die Web-Seiten: Reinhard Burmeister, StD- Letzte Änderung: 04.09.06