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Delmenhorster Kreisbaltt, Ausgabe vom Montag, 6. Dezember 2004 Theater, Tanz, Gesang und Musik Schüler und Ehemalige mit Szenen aus 15 Jahren Musiktheater-AG Mit einem Best of feierte die Musiktheater AG des Max-Planck-Gymnasiums ihr 15-jähriges Bestehen. Das Publikum im Kleinen Haus war von dem Ensemble begeistert. kb – Schüler und Ehemalige des Gymnasiums an der Max-Planck-Straße brachten am Sonnabend Szenen aus Shakespeares „Romeo und Julia“, Lieder aus „Mephisto“ und Auszüge aus vielen weiteren erfolgreichen Produktionen der Musiktheater-AG auf die Bühne. Dabei überzeugten nicht nur Band und Darsteller, sondern auch Kostüme und Bühnenausstattung. Die Revue „Rendezvous am Nierentisch“ (2002) ließ die 50er Jahre wiederauferstehen. Inga Dominke und Philipp Berse erhielten für ihre gesanglichen Soloauftritte (Dominke mit „Mylord“ und Berse mit „Johnny B. Goode“) jubelnden Beifall. Auch die Auszüge aus „When I was young“ (1999) entführten die Zuschauer in eine andere Zeit. Mit Kleidung im Stil der Beatles-Ära präsentierte das Ensemble den Song „Aquarius“, und auch John Lennons Hymne „Imagine“ (beeindruckend gesungen von Mathias Kleinert) durfte hier nicht fehlen. So richtig böse wurde es mit „Mephisto“ (2000). Hier beanspruchte Henrik Habermann in der Rolle des Luzifer für sich die „Hölle voller Seelen“, während Mathias Kleinert wiederum mit großartigem Stimmeinsatz flehte: „Hilf mir, Engel“. Jens Hollwedel, ehemaliges Mitglied der Musiktheater AG, spielt mittlerweile am Landestheater Schleswig-Holstein und präsentierte den beklemmenden Monolog des Unteroffiziers Beckmann sowie das Lied „Zwei alte Tanten tanzen Tango“ (beide aus „Unsere Republik“, 1990). Mit Humor führten die AG-Betreuerinnen Herta Hoffmann, Herta Schwender und Kristina Köhne durch den Abend. Gesprochen wurde da auch über den mit jeder neuen Produktion verbundenen Stress, aber natürlich auch über den Spaß, den die Arbeit mit sich bringt. Festzustellen bleibt, dass Schüler und Lehrerinnen zeigten, wie mit viel Engagement mitreißendes Musiktheater entstehen kann. Die Zuschauer bedankten sich bei den Mitwirkenden mit stehenden Ovationen.
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