Nach Berlin via Barsinghausen
Handballerinnen des Max-Planck- und des
Wildeshauser Gymnasiums gewinnen
Andreas D.
Becker
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Die Mädchen des Max-Planck-Gymnasiums
(blaue Trikots) hatten mit der IGS Wilhelmshaven keine Probleme und
gewannen ihr zweites Vorrundenspiel locker mit 15:1. Nachdem die
Mannschaft den Bezirksentscheid in Ganderkesee gewann, geht es jetzt
nach Hannover.
FOTO: MÖLLERS |
GANDERKESEE.
Die Reiseroute stand gestern Vormittag bereits fest, schon vor dem ersten
Spiel: von Ganderkesee nach Berlin via Barsinghausen. So zumindest sah der
Plan der Handballerinnen des Max-Planck- Gymnasiums Delmenhorst und des
Gymnasiums Wildeshausen aus. Und weil sie beim Bezirksentscheid „Jugend
trainiert für Olympia“ ihre Gruppen klar gewannen, haben sie zumindest schon
mal die Tickets für die Zwischenetappe gelöst.
„Wir
wollen nach Berlin. Und mit der Truppe können wir das schaffen“, meinte
Beate Hildener, die zusammen mit Anke Otto die Maxe-Sieben betreute. Ihr
liegt viel an der Mannschaft, das merkt man. „Meine alte Mannschaft“, sagt
sie. Als die Mädels noch in der E-Jugend der HSG Delmenhorst gespielt haben,
hat Beate Hildener sie trainiert. Mittlerweile spielt ein Großteil der
Maxe-Mannschaft in der D-Jugend – und das bekommen die anderen Schulen übel
zu spüren, so viel besser sind die Delmenhorsterinnen. Da fällt es auch gar
nicht auf, dass sie drei Spielerinnen in der Mannschaft haben, die nicht bei
der HSG sind. Da die Mädels aber in Hoykenkamp und bei Jahn/ DTB Handball
spielen, fügen sie sich lückenlos in die Angriffsmaschinerie ein. Oder
besser: In die Abwehrmaschinerie. Denn gegen die offensive Deckung der
Maxe-Truppe reagieren die anderen Teams vor allem mit Ratlosigkeit. Und wenn
dann der Fehlpass erzwungen war, sausten die Maxe-Mädels munter drauf los
und kamen mit einem Tempogegenstoß nach dem anderen zu ihren Kantersiegen.
Das sah schon richtig gut aus, nach Handball eben, während die anderen sich
nur irgendwie den Ball zuschmissen.
Die Übermacht des Max-Planck-Gymnasiums bei den Mädchen IV oder auch die der
Wildeshauserinnen bei den Mädchen III zeigt aber auch ein Problem des
Wettbewerbs auf: Die Schulen haben nur Erfolg, wenn so gut wie alle
Mitglieder einer Mannschaft zusammen zur Schule gehen. Deswegen kommt es
selten vor, dass die Bildungsanstalten kontinuierlich erfolgreich beim
„Jugend trainiert“-Wettbewerb sind. Weil sie selber keine Mannschaften
formen und über längere Zeit aufbauen. Richtige Schulmannschaften gibt es in
Deutschland kaum. Obwohl es doch gerade mit Blick auf das erweiterte Angebot
der Ganztagsschulen reizvoll wäre, solche Teams zu formen.
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- Letzte Änderung:
07.02.08