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Delmenhorster Kurier, Ausgabe vom 6. Februar 2008

Nach Berlin via Barsinghausen
Handballerinnen des Max-Planck- und des Wildeshauser Gymnasiums gewinnen

Andreas D. Becker

Die Mädchen des Max-Planck-Gymnasiums (blaue Trikots) hatten mit der IGS Wilhelmshaven keine Probleme und gewannen ihr zweites Vorrundenspiel locker mit 15:1. Nachdem die Mannschaft den Bezirksentscheid in Ganderkesee gewann, geht es jetzt nach Hannover.           FOTO: MÖLLERS

GANDERKESEE. Die Reiseroute stand gestern Vormittag bereits fest, schon vor dem ersten Spiel: von Ganderkesee nach Berlin via Barsinghausen. So zumindest sah der Plan der Handballerinnen des Max-Planck- Gymnasiums Delmenhorst und des Gymnasiums Wildeshausen aus. Und weil sie beim Bezirksentscheid „Jugend trainiert für Olympia“ ihre Gruppen klar gewannen, haben sie zumindest schon mal die Tickets für die Zwischenetappe gelöst.
„Wir wollen nach Berlin. Und mit der Truppe können wir das schaffen“, meinte Beate Hildener, die zusammen mit Anke Otto die Maxe-Sieben betreute. Ihr liegt viel an der Mannschaft, das merkt man. „Meine alte Mannschaft“, sagt sie. Als die Mädels noch in der E-Jugend der HSG Delmenhorst gespielt haben, hat Beate Hildener sie trainiert. Mittlerweile spielt ein Großteil der Maxe-Mannschaft in der D-Jugend – und das bekommen die anderen Schulen übel zu spüren, so viel besser sind die Delmenhorsterinnen. Da fällt es auch gar nicht auf, dass sie drei Spielerinnen in der Mannschaft haben, die nicht bei der HSG sind. Da die Mädels aber in Hoykenkamp und bei Jahn/ DTB Handball spielen, fügen sie sich lückenlos in die Angriffsmaschinerie ein. Oder besser: In die Abwehrmaschinerie. Denn gegen die offensive Deckung der Maxe-Truppe reagieren die anderen Teams vor allem mit Ratlosigkeit. Und wenn dann der Fehlpass erzwungen war, sausten die Maxe-Mädels munter drauf los und kamen mit einem Tempogegenstoß nach dem anderen zu ihren Kantersiegen. Das sah schon richtig gut aus, nach Handball eben, während die anderen sich nur irgendwie den Ball zuschmissen.
Die Übermacht des Max-Planck-Gymnasiums bei den Mädchen IV oder auch die der Wildeshauserinnen bei den Mädchen III zeigt aber auch ein Problem des Wettbewerbs auf: Die Schulen haben nur Erfolg, wenn so gut wie alle Mitglieder einer Mannschaft zusammen zur Schule gehen. Deswegen kommt es selten vor, dass die Bildungsanstalten kontinuierlich erfolgreich beim „Jugend trainiert“-Wettbewerb sind. Weil sie selber keine Mannschaften formen und über längere Zeit aufbauen. Richtige Schulmannschaften gibt es in Deutschland kaum. Obwohl es doch gerade mit Blick auf das erweiterte Angebot der Ganztagsschulen reizvoll wäre, solche Teams zu formen.

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