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Delmenhorster Kreisblatt, Ausgabe vom 12. Juni 2008

„Herzlich willkommen“ für die Amerikaner in Delmenhorst

Für drei Wochen hat das Max-Planck-Gymnasium nun Gäste aus Toledo/Ohio

Nicht nur die Sprache, auch die Kultur des Gastlandes sollen die amerikanischen Austauschschüler kennen lernen. Ihre Reisekosten haben sich die 13 Jugendlichen aus den USA im Vorfeld selbst mit Sozialdiensten erarbeitet.

Von Bettina Pflaum

Schulleiterin Cordula Fitsch-Saucke präsentiert mit Anthony Dodge vor den Austauschschülern und ihren Gastgebern die Gastgeschenke.

 FOTO: Nistler

Zehn Wochen dauern die Sommerferien in Amerika, drei Wochen davon verbringen nun 13 Schüler der Bowsher Highschool in Toledo/Ohio in Delmenhorst, um in ihrer deutschen Partnerschule die Schulbank zu drücken: Herzlich begrüßte die Leiterin des Max-Planck-Gymnasiums Cordula Fitsch-Saucke gestern die Gäste aus Übersee, die mit ihrem Lehrer Anthony Dogde am Dienstag aus Toledo angereist waren.

Sie dankte den Familien, die die Schüler aus Amerika für die Dauer ihres Aufenthaltes aufgenommen haben, sowie den Kollegen Ulrich Rückert, Andreas Langen und Katleen Schuricht, die das Austauschprogramm betreuen. Beide Seiten profitierten von dem Austausch, das gegenseitige Kennenlernen der anderen Kultur sei im Zug der Globalisierung wichtiger denn je, führte sie aus. „Man kann so einen Austausch auf rein informeller Ebene bestreiten, aber das persönliche Engagement der Gasteltern und das Wohnen in den Familien schafft eine Atmosphäre der Freundschaft, die als bleibender Eindruck mit nach Hause genommen werden kann.“ Als Gastgeschenk überreichten die Gäste aus Toledo ein Fotocollage, die das fünfjährige Bestehen der Partnerschaft dokumentiert, sowie Bücher für die Bibliothek.

Die regelmäßigen gegenseitigen Besuche seien für beide Seiten wichtig, betonte auch Anthony Dodge. „Wir kommen nach Delmenhorst und sehen Deutschland. Es ist gut, eine andere Welt kennen zu lernen“, erzählte er. „Man hat eine eingeengte Sicht, wenn man nur von zu Hause die Welt betrachtet. Wir lernen von Euch - viele Schüler merken, dass man Dinge auch anders machen kann. ‚Warum haben wir das hier nicht, wieso können wir dies und jenes bei uns nicht auch machen?‘ fragen sie, zurück in der Heimat.“ Der engagierte Lehrer unterrichtet seine Schüler daher nicht nur in deutscher Sprache, sondern erzählt ihnen auch viel über die Kultur und Geschichte des Gastlandes. Alle Schüler müssen sich dabei unabhängig von ihrer wirtschaftlichen Situation die Reise selber mit Sozialdiensten erarbeiten.

Im Rahmen des Austausches werden die Jugendlichen Goslar, Osnabrück, Hamburg und Berlin besuchen, als neuer Programmpunkt findet eine Fahrt nach Koblenz mit Rheinfahrt statt. Nach der offiziellen Begrüßung stand ein Besichtigungsbummel durch Delmenhorst auf dem Programm, und damit die Amerikaner verstehen, warum viele Autos hier mit Landesflaggen geschmückt sind, ist heute zum Fußballspiel ein gemeinsames „Public Viewing“ geplant

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