„Herzlich willkommen“ für die Amerikaner in Delmenhorst
Für drei Wochen hat das Max-Planck-Gymnasium nun Gäste aus Toledo/Ohio
Nicht nur die Sprache, auch die Kultur des Gastlandes sollen die
amerikanischen Austauschschüler kennen lernen. Ihre
Reisekosten haben sich die 13 Jugendlichen aus den USA im Vorfeld selbst
mit Sozialdiensten erarbeitet.
Von Bettina Pflaum
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Schulleiterin Cordula
Fitsch-Saucke präsentiert mit Anthony Dodge vor den Austauschschülern
und ihren Gastgebern die Gastgeschenke.
FOTO: Nistler
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Zehn Wochen dauern die Sommerferien in Amerika, drei Wochen davon verbringen
nun 13 Schüler der Bowsher Highschool in Toledo/Ohio in Delmenhorst, um in
ihrer deutschen Partnerschule die Schulbank zu drücken: Herzlich begrüßte
die Leiterin des Max-Planck-Gymnasiums Cordula Fitsch-Saucke gestern die
Gäste aus Übersee, die mit ihrem Lehrer Anthony Dogde am Dienstag aus Toledo
angereist waren.
Sie dankte den Familien, die die Schüler aus Amerika für die Dauer ihres
Aufenthaltes aufgenommen haben, sowie den Kollegen Ulrich Rückert, Andreas
Langen und Katleen Schuricht, die das Austauschprogramm betreuen. Beide
Seiten profitierten von dem Austausch, das gegenseitige Kennenlernen der
anderen Kultur sei im Zug der Globalisierung wichtiger denn je, führte sie
aus. „Man kann so einen Austausch auf rein informeller Ebene bestreiten,
aber das persönliche Engagement der Gasteltern und das Wohnen in den
Familien schafft eine Atmosphäre der Freundschaft, die als bleibender
Eindruck mit nach Hause genommen werden kann.“ Als Gastgeschenk überreichten
die Gäste aus Toledo ein Fotocollage, die das fünfjährige Bestehen der
Partnerschaft dokumentiert, sowie Bücher für die Bibliothek.
Die regelmäßigen gegenseitigen Besuche seien für beide Seiten wichtig,
betonte auch Anthony Dodge. „Wir kommen nach Delmenhorst und sehen
Deutschland. Es ist gut, eine andere Welt kennen zu lernen“, erzählte er.
„Man hat eine eingeengte Sicht, wenn man nur von zu Hause die Welt
betrachtet. Wir lernen von Euch - viele Schüler merken, dass man Dinge auch
anders machen kann. ‚Warum haben wir das hier nicht, wieso können wir dies
und jenes bei uns nicht auch machen?‘ fragen sie, zurück in der Heimat.“ Der
engagierte Lehrer unterrichtet seine Schüler daher nicht nur in deutscher
Sprache, sondern erzählt ihnen auch viel über die Kultur und Geschichte des
Gastlandes. Alle Schüler müssen sich dabei unabhängig von ihrer
wirtschaftlichen Situation die Reise selber mit Sozialdiensten erarbeiten.
Im
Rahmen des Austausches werden die Jugendlichen Goslar, Osnabrück, Hamburg
und Berlin besuchen, als neuer Programmpunkt findet eine Fahrt nach Koblenz
mit Rheinfahrt statt. Nach der offiziellen Begrüßung stand ein
Besichtigungsbummel durch Delmenhorst auf dem Programm, und damit die
Amerikaner verstehen, warum viele Autos hier mit Landesflaggen geschmückt
sind, ist heute zum Fußballspiel ein gemeinsames „Public Viewing“ geplant
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- Letzte Änderung:
13.06.08