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Delmenhorster Kreisblatt, Ausgabe vom 29. Januar 2009

Europa-Titel längst schon mit Leben erfüllt

Max-Planck-Gymnasium: zweite Europaschule in der Stadt

Von Julia Brünner

Nachdem Manfred Rockel, Europakoordinator der Landesschulbehörde, die Urkunde an Direktorin Cordula Fitsch-Saucke übergeben hatte, gab sie diese direkt an Lehrerin Herta Hoffmann weiter.

 FOTO: Julia Brünner

Um kulturellen Austausch und Völkerverständigung zu fördern, vergibt die Schulbehörde die Urkunde zur Ernennung der Europaschule.

Delmenhorst. Mit einem Arrangement, das auf pfiffige Weise die Eurovisionshymne variierte, ließ Direktorin Cordula Fitsch-Saucke die Feier zur Verleihung des Titels „Europaschule“ von den Schülern Fabian Brandt, Eike Hollerman, Philipp Meyer, Patrick Mühlmeister und Johann Schrape unter Leitung von Musiklehrer Jürgen Schmelz eröffnen. Inoffiziell trägt das Max-Planck-Gymnasium den Titel zwar schon seit Oktober 2008, aber gestern verlieh Manfred Rockel, Europakoordinator der Landesschulbehörde Osnabrück, die offizielle Urkunde.

„Wer an Europa zweifelt, der sollte Soldatenfriedhöfe besuchen“, dieses Zitat von Jean-Claude Juncker, des luxemburgischen Premierministers, verwandten gleich zwei Redner in der Feierstunde, an der das gesamte Kollegium im Vorfeld der Gesamtkonferenz teilnahm. Rockel empfand es als besseres Zitat als das von der Schule ausgewählte von Winston Churchill: „Wenn Europa einmal einträchtig sein gemeinsames Erbe verwalten würde, dann könnten seine drei- oder vierhundert Millionen Einwohner ein Glück, einen Wohlstand und einen Ruhm ohne Grenzen genießen.“

Beide Zitate sollten dazu dienen, den Hintergrund der Europaschule zu verdeutlichen: Es geht dabei um den kulturellen Austausch, wie Rita Dierlich, Fachberaterin für interkulturelle Pädagogik an der Realschule Süd – der ersten Europaschule in Delmenhorst –, betonte. Aber auch um die Förderung der Völkerverständigung, wie Rockel herausstellte. Deswegen stellte bereits Stadtrat Uwe Gritzka klar: „Europa ist mehr als ein bürokratischer Apparat.“ Der Wunsch, die Europaschule mit Leben zu füllen, erübrigte sich beinahe, leitet doch Lehrerin Herta Hoffmann die „Europa“-AG am Maxe.

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