Nackte Haut und flotte Sprüche
Siegerentwurf für Plakat besticht durch modernes Design
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Janett Ständer (Mitte)
präsentiert ihr Siegerplakat zusammen mit (v. l.) Lehrerin Julia
Stamm, Bürgermeister Hermann Thölstedt, Laurina Preckel, Vanessa Barz
und Schulleiterin Cordula Fitsch-Sauke.
FOTO: Rolf Tobis |
Delmenhorst (bpf).
19 Plakatentwürfe mit viel nackter Haut und flotten Sprüchen: Die Ergebnisse
des Kooperationsprojektes ,,Real für Kunst werben" zwischen dem
Max-Planck-Gymnasium und der Städtischen Galerie sind jetzt im Fitgerzimmer
des Hauses Coburg vorgestellt worden.
Das siegreiche
Plakat der 18-jährigen Schülerin Janett Ständer zeigt den unbekleideten
Rücken ihrer Freundin Jana, aus deren Hosentasche eine Stuckenberg-Postkarte
ragt. ,,Kunst is' nich für'n Arsch" lautet die Ansprache an die 16- bis
20-jährige Zielgruppe dieser Aktion. Im Rahmen eines Auftrags der
Städtischen Galerie hat der Kunst-Leistungskurs 12.1 und 13.1 des Maxe seit
Oktober 2008 an der Umsetzung gearbeitet. ,,Die Gruppe hat einen großen
Professionalitätsgrad erreicht, der reale Auftrag hat zu wesentlich
ernsthafterer und intensiverer Arbeit geführt", bewertet Kunstpädagogin
Sonja Stamm die Arbeiten. Das Gewinnerplakat wird demnächst in einer Auflage
von 500 Stück im Stadtgebiet für die Kultureinrichtung werben.
Wiebke Steinmetz
bescheinigte vielen der Teilnehmerinnen großes künstlerisches Potenzial. Die
Siegerin Janett Ständer zeigte sich überrascht: ,,Ich habe eigentlich nicht
mit dem ersten Platz gerechnet." Erst sei der Slogan da gewesen, dann habe
sie das Motiv dazu ersonnen. Sie habe die Jugendsprache bewusst gewählt,
,,damit Raum für Identifikation gebildet und das Thema Kunst und Haus Coburg
ansprechender für Jugendliche gemacht wird." Der zweite Preis ging an
Vanessa Barz, die den Spruch ,,It's in your eyes" graphisch gestaltete, als
dritter Entwurf wurde Laurina Preckels Poster mit dem Motto ,,Kunst macht
stark" ausgezeichnet, das einen muskulösen, mit einem Stuckenberg-Tatoo
verzierten Oberarm zeigt. Maxe-Leiterin Cordula Fitsch-Sauke gab die
Gewinner bekannt, alle Schülerinnen erhielten zum Dank eine Rose und ein
Haus-Coburg-Buch. Bis zum 6. März sind die Arbeiten unter dem
Ausstellungstitel ,,eigenART" im Fitger-Zimmer des Hauses Coburg zu
betrachten.
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- Letzte Änderung:
26.02.09