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Delmenhorster Kreisblatt, Ausgabe vom 23. Februar 2009

Nackte Haut und flotte Sprüche

Siegerentwurf für Plakat besticht durch modernes Design

Janett Ständer (Mitte) präsentiert ihr Siegerplakat zusammen mit (v. l.) Lehrerin Julia Stamm, Bürgermeister Hermann Thölstedt, Laurina Preckel, Vanessa Barz und Schulleiterin Cordula Fitsch-Sauke.

FOTO: Rolf Tobis

Delmenhorst (bpf). 19 Plakatentwürfe mit viel nackter Haut und flotten Sprüchen: Die Ergebnisse des Kooperationsprojektes ,,Real für Kunst werben" zwischen dem Max-Planck-Gymnasium und der Städtischen Galerie sind jetzt im Fitgerzimmer des Hauses Coburg vorgestellt worden.

Das siegreiche Plakat der 18-jährigen Schülerin Janett Ständer zeigt den unbekleideten Rücken ihrer Freundin Jana, aus deren Hosentasche eine Stuckenberg-Postkarte ragt. ,,Kunst is' nich für'n Arsch" lautet die Ansprache an die 16- bis 20-jährige Zielgruppe dieser Aktion. Im Rahmen eines Auftrags der Städtischen Galerie hat der Kunst-Leistungskurs 12.1 und 13.1 des Maxe seit Oktober 2008 an der Umsetzung gearbeitet. ,,Die Gruppe hat einen großen Professionalitätsgrad erreicht, der reale Auftrag hat zu wesentlich ernsthafterer und intensiverer Arbeit geführt", bewertet Kunstpädagogin Sonja Stamm die Arbeiten. Das Gewinnerplakat wird demnächst in einer Auflage von 500 Stück im Stadtgebiet für die Kultureinrichtung werben.

Wiebke Steinmetz bescheinigte vielen der Teilnehmerinnen großes künstlerisches Potenzial. Die Siegerin Janett Ständer zeigte sich überrascht: ,,Ich habe eigentlich nicht mit dem ersten Platz gerechnet." Erst sei der Slogan da gewesen, dann habe sie das Motiv dazu ersonnen. Sie habe die Jugendsprache bewusst gewählt, ,,damit Raum für Identifikation gebildet und das Thema Kunst und Haus Coburg ansprechender für Jugendliche gemacht wird." Der zweite Preis ging an Vanessa Barz, die den Spruch ,,It's in your eyes" graphisch gestaltete, als dritter Entwurf wurde Laurina Preckels Poster mit dem Motto ,,Kunst macht stark" ausgezeichnet, das einen muskulösen, mit einem Stuckenberg-Tatoo verzierten Oberarm zeigt. Maxe-Leiterin Cordula Fitsch-Sauke gab die Gewinner bekannt, alle Schülerinnen erhielten zum Dank eine Rose und ein Haus-Coburg-Buch. Bis zum 6. März sind die Arbeiten unter dem Ausstellungstitel ,,eigenART" im Fitger-Zimmer des Hauses Coburg zu betrachten.

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