,,Er war früher unser Charmeur" -
Erinnerungen an Maxe-Zeit
Silberne Abiturienten von 1984 beim Wiedersehen
besonders stark vertreten
Der frühere Bio- und Mathelehrer Jochen Mohrenberg hat
das 20. Pfingsttreffen ehemaliger Schüler des Max-Planck-Gymnasiums
organisiert. Spannend fanden die Besucher vor allem die Lebensgeschichten
ihrer früheren Klassenkameraden.

Von Katja Butschbach
Delmenhorst. In kleinen Gruppen stehen die ehemaligen
Maxe-Schüler auf dem Pausenhof. Mit suchenden Blicken schauen einige in
das Menschengewirr, andere haben sich schon gefunden, umarmen einander
oder schütteln Hände. ,,Dies ist eine der wenigen Möglichkeiten um zu
sehen, was die Freunde von früher für Geschichten haben", erzählt Frank
Lehmann. Er ist aus Olten in der Schweiz zum 20. Pfingsttreffen ehemaliger
Maxe-Schüler angereist und gehört den Silbernen Abiturienen an. Oft sei
die Entwicklung der Klassenkameraden überraschend, berichtet er. Der
Projektleiter in der Konzertorganisation und Holger Nietschke (44 Jahre)
bemerken auch erst beim Treffen, dass Nietschke beruflich ab und an in die
Schweiz reisen muss und sie sich bequem einmal hätten sehen können. Nun
schlägt Lehmann vor, dass sie sich auch in der Schweiz treffen sollten.
Das Pfingsttreffen ist auch immer Anlass für einen Blick in
die Vergangenheit: ,,Er war früher unser Charmeur", sagt Nietschke über
Lehmann. Beide lachen, während in anderen kleinen Gruppen aus dem
Abitur-Jahrgang 1984 die Gespräche über Kinder und Berufe weitergehen. Vom
ersten Pfingsttreffen an ist der ehemalige Bio- und Mathelehrer Jochen
Mohrenberg (72) Organisator. Schüler aus dem zwölften Jahrgang bieten
belegte Brötchen an; es gibt einen Grillstand und einen Bierwagen.
Etwa 100 ehemalige Schüler und auch viele Lehrer sind bei
dem Treffen - etwa die Hälfte der Gäste kommt aus dem Abi-Jahrgang 1984.
Jahrgangsmitglied Lars Bosse hat die Ehemaligen angeschrieben, etwa 50
sind seinem Aufruf gefolgt. Die ehemaligen Mitschüler wiederzuerkennen,
sei jedoch gar nicht so einfach, meint Jahrgangsmitglied Petra Pape (44).
Etliche Ehemalige sind wie der Physiker Stefan Münkner (44
Jahre) aus Tübingen sehr traurig, dass der im Frühjahr verstorbene
Hausmeister Horst Schweer nicht mehr dabei sein kann. Mohrenberg erzählt:
,,Er war von allen Schülern heiß geliebt, fast wie ein zweiter Vater. Auch
für uns als Lehrer war er sehr angenehm."
Während die Gruppen auf dem Schulhof sich auflösen, geht
das Treffen des Silbernen Abiturjahrgangs am Abend im Cabarelo weiter.
Danach ziehen alle wieder ihrer Wege - doch vielleicht sehen sich einige
wieder, in Olten in der Schweiz oder an einem anderen Ort.