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Kreisblatt am Sonntag, Ausgabe vom 31. Mai 2009

,,Er war früher unser Charmeur" - Erinnerungen an Maxe-Zeit

Silberne Abiturienten von 1984 beim Wiedersehen besonders stark vertreten

Der frühere Bio- und Mathelehrer Jochen Mohrenberg hat das 20. Pfingsttreffen ehemaliger Schüler des Max-Planck-Gymnasiums organisiert. Spannend fanden die Besucher vor allem die Lebensgeschichten ihrer früheren Klassenkameraden.

Von Katja Butschbach

Delmenhorst. In kleinen Gruppen stehen die ehemaligen Maxe-Schüler auf dem Pausenhof. Mit suchenden Blicken schauen einige in das Menschengewirr, andere haben sich schon gefunden, umarmen einander oder schütteln Hände. ,,Dies ist eine der wenigen Möglichkeiten um zu sehen, was die Freunde von früher für Geschichten haben", erzählt Frank Lehmann. Er ist aus Olten in der Schweiz zum 20. Pfingsttreffen ehemaliger Maxe-Schüler angereist und gehört den Silbernen Abiturienen an. Oft sei die Entwicklung der Klassenkameraden überraschend, berichtet er. Der Projektleiter in der Konzertorganisation und Holger Nietschke (44 Jahre) bemerken auch erst beim Treffen, dass Nietschke beruflich ab und an in die Schweiz reisen muss und sie sich bequem einmal hätten sehen können. Nun schlägt Lehmann vor, dass sie sich auch in der Schweiz treffen sollten.

Das Pfingsttreffen ist auch immer Anlass für einen Blick in die Vergangenheit: ,,Er war früher unser Charmeur", sagt Nietschke über Lehmann. Beide lachen, während in anderen kleinen Gruppen aus dem Abitur-Jahrgang 1984 die Gespräche über Kinder und Berufe weitergehen. Vom ersten Pfingsttreffen an ist der ehemalige Bio- und Mathelehrer Jochen Mohrenberg (72) Organisator. Schüler aus dem zwölften Jahrgang bieten belegte Brötchen an; es gibt einen Grillstand und einen Bierwagen.

Etwa 100 ehemalige Schüler und auch viele Lehrer sind bei dem Treffen - etwa die Hälfte der Gäste kommt aus dem Abi-Jahrgang 1984. Jahrgangsmitglied Lars Bosse hat die Ehemaligen angeschrieben, etwa 50 sind seinem Aufruf gefolgt. Die ehemaligen Mitschüler wiederzuerkennen, sei jedoch gar nicht so einfach, meint Jahrgangsmitglied Petra Pape (44).

Etliche Ehemalige sind wie der Physiker Stefan Münkner (44 Jahre) aus Tübingen sehr traurig, dass der im Frühjahr verstorbene Hausmeister Horst Schweer nicht mehr dabei sein kann. Mohrenberg erzählt: ,,Er war von allen Schülern heiß geliebt, fast wie ein zweiter Vater. Auch für uns als Lehrer war er sehr angenehm."

Während die Gruppen auf dem Schulhof sich auflösen, geht das Treffen des Silbernen Abiturjahrgangs am Abend im Cabarelo weiter. Danach ziehen alle wieder ihrer Wege - doch vielleicht sehen sich einige wieder, in Olten in der Schweiz oder an einem anderen Ort.

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