Maxe bietet jetzt alle Schwerpunkte
Abiturienten können am Gymnasium auch sportlich zur
Hochschulreife kommen
Von Andreas D. Becker
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Ab dem kommenden
Jahr kann auch in der Turnhalle Abitur
gemacht werden, der neue
Schwerpunkt Sport am Max-Planck-Gymnasium,
der gestern von (von links) Sportlehrer
Malte Meyer-Arndt, dem stellvertretenden
Schulleiter Reinhard Burmeister und
Schulleiterin Cordula Fitsch-Saucke
vorgestellt wurde, machtes möglich..
FOTO: INGO MÖLLERS |
"Das ist schon ein Alleinstellungsmerkmal in der Region", sagt Cordula
Fitsch-Saucke, Schulleiterin des Max-Planck-Gymnasiums. Ab dem kommenden
Schuljahr können die angehenden Abiturienten in allen fünf
Schwerpunktgebieten ihr Abi am Maxe machen; das geht in der näheren Umgebung
an keinem anderen Gymnasium. Möglich ist dies, weil es seit Neuestem den
Schwerpunkt Sport gibt.
Sport als Abiturfach klingt im ersten Moment ein bisschen nach geschenkter
Hochschulreife: Nur weil man gut Fußball spielt, darf man auch studieren.
Aber so einfach ist es nicht. Denn die Sportler müssen natürlich nicht nur
sportliche Höchstleistungen bringen, sondern auch Theorie büffeln. Und sie
müssen auch noch mehr als ihre Mitschüler leisten, denn während alle anderen
Abitur-Schwerpunktfächer vierstündig unterrichtet werden, ist Sport
fünfstündig, neben zwei Stunden in der Turnhalle und zwei Stunden
Theorieunterricht gibt es noch ein Stunde, in der Theorie und Praxis eng
miteinander verwoben werden.
Die Idee, den klassischen Schwerpunkt-Kanon - mit sprachlichem,
naturwissenschaftlichem, gesellschaftswissenschaftlichem oder
musisch-künstlerischem Fokus - zu erweitern, lag auf der Hand. Schon vor der
Oberstufenreform war Sport ein Prüfungsfach am Max-Planck-Gymnasium. "Und
wir haben einfach eine Vielzahl an sportlich sehr erfolgreichen Schülern,
was man auch an den Ergebnissen bei Wettbewerben wie Jugend trainiert für
Olympia sieht. Zudem sind wir Werder-Schule", erklärt Reinhard Burmeister,
der stellvertretende Schulleiter. Und die Schüler nähmen das neue Angebot
bereits gut an: Um in den Theorie-Anteil des Schwerpunkts reinzuschnuppern,
wird obligatorisch im zweiten Halbjahr der zehnten Klasse eine Art
Vorbereitungskurs angeboten. "25 Schüler haben sich dafür gemeldet, obwohl
wir den Kurs erst im Januar angekündigt hatten." Auch organisatorisch stelle
das neue Angebot kein Problem dar, erläuterte die Schulleitung. Zum einen
sind genügend Hallenkapazitäten vorhanden, zum anderen unterrichten auch
genügend Lehrer Sport, neun sind es an der Zahl. "Und von denen haben die
meisten ein naturwissenschaftliches Zweitfach", bemerkt Cordula
Fitsch-Saucke. Das ist deswegen wichtig, weil die Schüler im
Sport-Schwerpunkt entweder Biologie, Chemie oder Physik als Zweitfach wählen
müssen.
"Im Theorie-Unterricht gibt es vier große Themenblöcke: Bewegungslehre,
Trainingslehre, Sportbiologie und Sport als gesellschaftlicher Aspekt",
erklärt Sportlehrer Malte Meyer-Arndt, der die ersten Maxe-Schüler im neuen
Schwerpunkt zum Abitur führen wird. Und möglicherweise auch Schüler anderer
Schulen. Denn nach der zehnten Klasse kann jeder die Schule frei wählen.
"Allerdings sind unsere Aufnahmekapazitäten nicht unendlich", weist die
Maxe-Schulleitung darauf hin, dass sie nicht unbegrenzt zusätzliche Schüler
aufnehmen kann.
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- Letzte Änderung:
13.03.10