Märchenhaftes unter dem Dach
Erstes gemeinsames Kunstprojekt zwischen
Studenten und Schülern am Maxe
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Knusperhäuschen-Atmosphäre auf dem Dachboden des Max-Planck-Gymnasiums
erzeugen (v. l.) die Schüler Maurice Lossie, Celina Malik, Vivian
Böwing mit Studentin Ina Hengstler.
Foto: Julia Brünner |
Dachboden und Kellerräume des Max-Planck-Gymnasiums können heute am Tag der
offenen Tür erkundet werden. Schüler und Studenten überraschen dort mit
Kunstinstallationen.
Von Julia Brünner
Delmenhorst. Türen, die sonst selbst an einem Tag der offenen Tür
verschlossen bleiben, öffnen sich heute am Max-Planck-Gymnasium. Zum
Beispiel die Tür, die direkt vor dem Verwaltungstrakt auf den Dachboden
führt. Hinter den Regalböden, auf denen sich Klassenarbeitshefte aus den
70er-Jahren stapeln, verbirgt sich eine geheimnisvolle Pforte: Dahinter
erscheint die ,,märchenerzählende Großmutter".
Die Kunstinstallation ist während einer dreitägigen Zusammenarbeit zwischen
acht Studenten der Braunschweiger Hochschule für Künste und 17 Schülern vom
achten bis zwölften Jahrgang des Max-Planck-Gymnasiums entstanden.
Kunstlehrerin Sonja Stamm und Iris Musol, wissenschaftliche Mitarbeiterin
der Hochschule, erproben mit der Kooperation erstmalig eine neue Form der
Kunstvermittlung. Die Schüler mussten die Bereitschaft mitbringen, sich auf
neue Kunst einzulassen und querzudenken. Inspiriert wurden sie durch einen
Besuch im Neuen Museum Weserburg. Dort haben sie Fotos bekommen ohne zu
wissen, dass es sich bei den Abbildungen um Räume auf dem Schulgelände
handelt.
,,Mit verbundenen Augen wurden wir dann auf den Dachboden geführt" erzählt
Vivian Böwing aus der 10. Klasse, ,,und sollten unsere Eindrücke zeichnen."
Durch die ,,märchenhafte Atmosphäre" und das Kunst-Dia sei ihnen die Idee zu
,,Hänsel und Gretel" gekommen, erzählt Mitschülerin Celina Malik. ,,Spiegel,
die wir hier gefunden haben, erzeugen im Zusammenspiel mit dem Dia einen
fantastischen Eindruck", sagt Studentin Ina Hengstler. Sie hat die
Installation gemeinsam mit den Schülern entwickelt. ,,Es gab keine große
Distanz, da wir altersmäßig nah beieinander liegen", sagt die
Kunstvermittlerin. ,,Es lief alles Hand in Hand", beschreibt Schüler Maurice
Lossie das Wirken.
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- Letzte Änderung:
31.05.10