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Delmenhorster Kreisblatt, Ausgabe vom 29. Mai 2010

Märchenhaftes unter dem Dach

Erstes gemeinsames Kunstprojekt zwischen Studenten und Schülern am Maxe

Knusperhäuschen-Atmosphäre auf dem Dachboden des Max-Planck-Gymnasiums erzeugen (v. l.) die Schüler Maurice Lossie, Celina Malik, Vivian Böwing mit Studentin Ina Hengstler.

Foto: Julia Brünner

Dachboden und Kellerräume des Max-Planck-Gymnasiums können heute am Tag der offenen Tür erkundet werden. Schüler und Studenten überraschen dort mit Kunstinstallationen.

Von Julia Brünner

Delmenhorst. Türen, die sonst selbst an einem Tag der offenen Tür verschlossen bleiben, öffnen sich heute am Max-Planck-Gymnasium. Zum Beispiel die Tür, die direkt vor dem Verwaltungstrakt auf den Dachboden führt. Hinter den Regalböden, auf denen sich Klassenarbeitshefte aus den 70er-Jahren stapeln, verbirgt sich eine geheimnisvolle Pforte: Dahinter erscheint die ,,märchenerzählende Großmutter".

Die Kunstinstallation ist während einer dreitägigen Zusammenarbeit zwischen acht Studenten der Braunschweiger Hochschule für Künste und 17 Schülern vom achten bis zwölften Jahrgang des Max-Planck-Gymnasiums entstanden. Kunstlehrerin Sonja Stamm und Iris Musol, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Hochschule, erproben mit der Kooperation erstmalig eine neue Form der Kunstvermittlung. Die Schüler mussten die Bereitschaft mitbringen, sich auf neue Kunst einzulassen und querzudenken. Inspiriert wurden sie durch einen Besuch im Neuen Museum Weserburg. Dort haben sie Fotos bekommen ohne zu wissen, dass es sich bei den Abbildungen um Räume auf dem Schulgelände handelt.

,,Mit verbundenen Augen wurden wir dann auf den Dachboden geführt" erzählt Vivian Böwing aus der 10. Klasse, ,,und sollten unsere Eindrücke zeichnen." Durch die ,,märchenhafte Atmosphäre" und das Kunst-Dia sei ihnen die Idee zu ,,Hänsel und Gretel" gekommen, erzählt Mitschülerin Celina Malik. ,,Spiegel, die wir hier gefunden haben, erzeugen im Zusammenspiel mit dem Dia einen fantastischen Eindruck", sagt Studentin Ina Hengstler. Sie hat die Installation gemeinsam mit den Schülern entwickelt. ,,Es gab keine große Distanz, da wir altersmäßig nah beieinander liegen", sagt die Kunstvermittlerin. ,,Es lief alles Hand in Hand", beschreibt Schüler Maurice Lossie das Wirken.

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Verantwortlich für die Web-Seiten: Reinhard Burmeister, StD - Letzte Änderung: 31.05.10