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Delmenhorster Kreisblatt, Ausgabe vom 16. September 2010

Acht europäische Schulen legen ökologisches Wörterbuch an

EU überweist Max-Planck-Gymnasium 20.000 Euro für Comenius-Projekt

Nicht nur reden, auch handeln: Motiviert, etwas für den Klimaschutz zu tun, sind Schüler und Lehrer nicht erst seit das Comenius-Schild angekommen ist. Es gilt als Zusage für das Projekt.

Von Julia Brünner

Der Schulvorstand steht nicht nur wahrhaftig hinter (vorn l.) Marc Austermann, Anna Katharina Pieken, Katharina Schröder und Herta Hoffmann, sondern auch hinter dem Comenius-Projekt.

Foto: Julia Brünner

Delmenhorst. Ein repräsentativer Platz für das neue Schild muss noch gefunden werden, aber dennoch halten Lehrerin Herta Hoffmann und ihre Schüler Anna Katharina Pieken, Katharina Schröder und Marc Austermann aus dem 11. Jahrgang des Max-Planck-Gymnasiums es stolz in den Händen. Bereits zum vierten Mal hat es die Europaschule geschafft, in ein Comenius-Projekt der Europäischen Union (EU) aufgenommen zu werden. Zusammen mit sieben weiteren Schulen in Frankreich, Italien, Polen, Portugal, Rumänien, Spanien und Ungarn setzen sich die Maxe-Schüler und Lehrer für einen Sinneswandel im Klimaschutz ein.

Für vier geplante Treffen in den kommenden zwei Jahren steht dem Max-Planck-Gymnasium ein Budget von 20.000 Euro zur Verfügung. Davon sollen hauptsächlich die Fahrtkosten nach Spanien, Polen, Portugal und Italien getragen werden, aber auch Material zur Dokumentation finanziert werden. Die Unterbringung erfolgt bei Gastfamilien.

In der Vorbereitungsphase haben sich die Lehrer im Januar dieses Jahres bereits in Delmenhorst getroffen und sich das Klimahaus in Bremerhaven angeschaut. Neben dem Klimahaus strebt das Maxe auch eine Zusammenarbeit mit der Universität Bremen und dem Hanse-Wissenschaftskolleg an. Wenn die Schüler im November nach Madrid fliegen, um in der Vorstadt San Sebastian auf die anderen Teilnehmer zu treffen, soll die Frage beantwortet werden, was die Schulen konkret für den Umweltschutz tun können. Im Vorfeld will jede Schule Fragebögen verteilen, um herauszufinden, wie umweltbewusst sich die Jugendlichen bereits verhalten.

Ein ökologisches Wörterbuch, das von allen acht Schulen erarbeitet wird, gehört zum Projekt. Es soll fächerübergreifend die Naturwissenschaften mit Politik und Sprachen zusammenführen.

,,Selbst die Ernährung spielt beim Klimawandel eine Rolle", sagt Anna Pieken, die beim ersten Treffen dabei sein wird. Sie will zu einem Umdenken beitragen. Mitschülerin Katharina Schröder sieht die Chance, durch das internationale Projekt wirklich etwas bewirken zu können. Und Marc Austermann, ebenfalls aus dem 11. Jahrgang, ist motiviert, weil er genug davon hat, dass nur über den Klimawandel geredet wird. ,,Wir müssen auch aktiv werden", sagt der 16-Jährige.

Aktivität geht nicht nur von der Europa-Arbeitsgemeinschaft aus, die sich bereits seit mehr als einem Jahr mit der Vorbereitung des Comenius-Projekts befasst, sondern auch von den Schülern, die das Seminarfach ,,Klimawandel" belegt haben. Sie sollen sich darum kümmern, dass sich an der gesamten Schule ein Sinneswandel für nachhaltigen Umweltschutz einsetzt. Im kommenden Frühjahr sollen deshalb alle acht Schulen zwei sogenannte ,,CARE"-Tage veranstaltet werden. Alle Lehrer sind nun aufgefordert, sich Unterrichtseinheiten zu überlegen, um das Thema voranzubringen.

 

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Verantwortlich für die Web-Seiten: Reinhard Burmeister, StD - Letzte Änderung: 19.09.10