Acht europäische Schulen legen ökologisches Wörterbuch an
EU überweist
Max-Planck-Gymnasium 20.000 Euro für Comenius-Projekt
Nicht nur reden, auch handeln: Motiviert, etwas für den Klimaschutz zu
tun, sind Schüler und Lehrer nicht erst seit das Comenius-Schild
angekommen ist. Es gilt als Zusage für das Projekt.
Von Julia Brünner
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Der
Schulvorstand steht nicht nur wahrhaftig hinter (vorn
l.) Marc Austermann, Anna Katharina Pieken, Katharina Schröder
und Herta Hoffmann, sondern auch hinter dem Comenius-Projekt.
Foto: Julia
Brünner |
Delmenhorst. Ein repräsentativer Platz für das neue Schild muss noch
gefunden werden, aber dennoch halten Lehrerin Herta Hoffmann und ihre
Schüler Anna Katharina Pieken, Katharina Schröder und Marc Austermann aus
dem 11. Jahrgang des Max-Planck-Gymnasiums es stolz in den Händen. Bereits
zum vierten Mal hat es die Europaschule geschafft, in ein Comenius-Projekt
der Europäischen Union (EU) aufgenommen zu werden. Zusammen mit sieben
weiteren Schulen in Frankreich, Italien, Polen, Portugal, Rumänien, Spanien
und Ungarn setzen sich die Maxe-Schüler und Lehrer für einen Sinneswandel im
Klimaschutz ein.
Für vier geplante Treffen in den kommenden zwei Jahren steht dem
Max-Planck-Gymnasium ein Budget von 20.000 Euro zur Verfügung. Davon sollen
hauptsächlich die Fahrtkosten nach Spanien, Polen, Portugal und Italien
getragen werden, aber auch Material zur Dokumentation finanziert werden. Die
Unterbringung erfolgt bei Gastfamilien.
In
der Vorbereitungsphase haben sich die Lehrer im Januar dieses Jahres bereits
in Delmenhorst getroffen und sich das Klimahaus in Bremerhaven angeschaut.
Neben dem Klimahaus strebt das Maxe auch eine Zusammenarbeit mit der
Universität Bremen und dem Hanse-Wissenschaftskolleg an. Wenn die Schüler im
November nach Madrid fliegen, um in der Vorstadt San Sebastian auf die
anderen Teilnehmer zu treffen, soll die Frage beantwortet werden, was die
Schulen konkret für den Umweltschutz tun können. Im Vorfeld will jede Schule
Fragebögen verteilen, um herauszufinden, wie umweltbewusst sich die
Jugendlichen bereits verhalten.
Ein ökologisches Wörterbuch, das von allen acht Schulen erarbeitet wird,
gehört zum Projekt. Es soll fächerübergreifend die Naturwissenschaften mit
Politik und Sprachen zusammenführen.
,,Selbst die Ernährung spielt beim Klimawandel eine Rolle", sagt Anna
Pieken, die beim ersten Treffen dabei sein wird. Sie will zu einem Umdenken
beitragen. Mitschülerin Katharina Schröder sieht die Chance, durch das
internationale Projekt wirklich etwas bewirken zu können. Und Marc
Austermann, ebenfalls aus dem 11. Jahrgang, ist motiviert, weil er genug
davon hat, dass nur über den Klimawandel geredet wird. ,,Wir müssen auch
aktiv werden", sagt der 16-Jährige.
Aktivität geht nicht nur von der Europa-Arbeitsgemeinschaft aus, die sich
bereits seit mehr als einem Jahr mit der Vorbereitung des Comenius-Projekts
befasst, sondern auch von den Schülern, die das Seminarfach ,,Klimawandel"
belegt haben. Sie sollen sich darum kümmern, dass sich an der gesamten
Schule ein Sinneswandel für nachhaltigen Umweltschutz einsetzt. Im kommenden
Frühjahr sollen deshalb alle acht Schulen zwei sogenannte ,,CARE"-Tage
veranstaltet werden. Alle Lehrer sind nun aufgefordert, sich
Unterrichtseinheiten zu überlegen, um das Thema voranzubringen.
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- Letzte Änderung:
19.09.10